Ökumenische Seniorenarbeit

Wasserrad in Brugg (Foto: Martin Zingg)


"Ich glaube an das Alter, lieber Freund, Arbeiten und Altwerden, das ist es, was das Leben von uns erwartet. Und dann eines Tages alt sein und noch lange nicht alles verstehen, nein, aber anfangen, aber lieben, aber ahnen, aber zusammenhängen mit Fernem und Unsagbarem, bis in die Sterne hinein."
R. M. Rilke, an A. Holitscher, 1905
Die ökumenische Seniorenarbeit, die wir bei uns gemeinsam mit dem Pastoralraum Wasserschloss gestalten, ist ein weites Feld. Weil die Lebenserwartung in den letzten Jahrzehnten nochmals deutlich angestiegen ist, ist dieses Feld – so könnte man sinngemäss sagen – noch weiter geworden. Es ist damit auch angedeutet, dass die Erwartungen, Anliegen und Bedürfnisse von Senioren und Seniorinnen sehr unterschiedlich sind. Denn natürlich macht es einen erheblichen Unterschied, ob sich jemand als «Neupensionierte/r» sieht, oder ob er/sie hochbetagt im Alter zwischen 90 und 100 unterwegs ist.

Als Kirchgemeinden versuchen wir in der Seniorenarbeit einen Beitrag zu leisten zur sinnvollen Gestaltung des dritten und vierten Lebensabschnittes. Wir verstehen uns als Mitarbeitende neben vielen andern, die ebenfalls mit unseren Älteren und Ältesten unterwegs sind, wie etwa die politischen Gemeinden, Pro Senectute, und viele andere mehr.

Unsere Hauptanliegen

Wertschätzung
Ältere Menschen haben den grösseren Teil des Lebens hinter sich. Sie blicken auf eine Lebensarbeit zurück, die es wertzuschätzen gilt. Auch wenn da und dort Kräfte nachlassen, bleiben Betagte vollwertige Mitglieder unserer Gesellschaft. Ihre Erfahrungen und Einsichten können auch in neuen Situationen und Zusammenhängen anregend und inspirierend sein.

Beziehungspflege und Gemeinschaft
Das Problem der Einsamkeit und der Isolation kann für Betagte vor allem in Städten und Agglomerationen schnell zu einer Realität werden. Umso wichtiger sind konkrete Orte der sozialen Integrationen, wo Kontakte geschaffen, erneuert und gepflegt werden können.

Gemeinsames Lernen und Entdecken
Auch im Alter geht das lebenslange Lernen weiter, und das nicht ausschliesslich im Blick auf altersspezifische Fragen. Daher sind Kurzvorträge, Berichte aus vielen Lebensbereichen und gelegentlich auch Ausflüge fester Bestandteil der Seniorenarbeit.

Ökumenische Spiritualität im Alter, Feiern und Rituale
«Wir haben alle den gleichen Gott», so sagen das gerade auch ältere Menschen verschiedener Konfessionszugehörigkeit immer wieder, und gern! – Gerade von dieser Gewissheit her ist es uns ein Anliegen, eine bewusst ökumenische Spiritualität zu pflegen, sodass sich möglichst viele Senioren und Seniorinnen in unseren Gottesdiensten, Feiern und Kasualhandlungen bei Lebensübergängen «bei sich», und: «zu Hause» fühlen dürfen.

Lokale Verankerung
Als Kirchgemeinden sind wir lokal verankert und leicht zugänglich für alle Arten von Anfragen. Es ist uns möglich, vor Ort mit den Ältern und Betagten unterwegs zu sein.

Unsere Ressourcen:
  • Freiwilligenarbeit (Interessierte sind immer herzlich willkommen!)
  • Infrastrukturen der Kirchgemeinden
  • Finanzielle Beiträge der Kirchgemeinden und (teilweise) der politischen Gemeinden
  • Spenden der Senioren und Seniorinnen
  • Personelle Ressourcen


Armin Strittmatter (Foto: Martin Zingg)


Duo Intermezzo (Foto: Martin Zingg)


Kontakte

Susanne Baumann (Turgi)
Vreni Kilchenmann (Gebenstorf)
Kaplan Beat Reichlin (Pastoralraum Wasserschloss)

Pfr. Martin Zingg (Ref. Kirchgemeinde BGT)
Hinterrebenstr. 16
5412 Gebenstorf
056 223 33 49
m.zingg@refkirche-bgt.ch